Du befindest dich in der Kategorie: Allgemeines
Warum Tauben niemals irren. . .
Gernot hatte es satt. Zum wiederholten Male hatte er eine große Plastik im Auftrag der Provinzstadt in der er lebte entworfen. Und nun das! Kaum war die feierlich Übergabe zwei Wochen her, hatten die Tauben das Monstrum aus rostfreiem Stahl schon zugeschissen. Tauben irrten nie! Irgendwo hatten sie sogar recht. Denn genauer betrachtet war der Stahlkoloss kein Kunstwerk, sondern einfach nur hässlich. So hässlich, dass es gerade gut genug war, um den Tauben als Abladeplatz für ihre Verdauungsprodukte zu dienen. Gernot sah das natürlich nicht so und machte sich gerade daran, an seinem freien Samstag die Exkremente von dem Mahnmal zu kratzen. Hatten diese blöden Tauben denn gar kein Kustverständnis? Wahrscheinlich hatten sie mehr davon als Gernot ahnte. Denn keine 200 Meter entfernt stand eine Wunderschöne aus Stein gehauene Statue, die eine griechische Göttin zeigte. Seit über 200 Jahren stand sie in der kleinen Stadt und hatte noch nie auch nur einen Krümel Taubenkot abbekommen. Nur einmal hatte ein kurzsichtiger Schmutzfink darauf geschissen, was er aber sehr bereute. Gernot war so gut wie fertig mit seiner Arbeit. Ein letztes mal polierte er die Stahloberfläche des Bogens, schon glänzte das Monstrum wieder wie gewohnt. Plötzlich verdunkelte sich der Himmel. Hunderte von Tauben stießen zu dem Kunstwerk herunter und luden alles ab, was an Kot in ihren kleinen Taubenkörpern zu finden war. Sie schissen das Ding von oben bis unten zu. Einige der Tauben steckten sich noch im Flug einen Flügel in den Schnabel und steuerten Erbrochenes bei, um ihrer eindeutigen Meinung Gehör zu verleihen. Gernot kapitulierte. Er warf Lappen und Scheuermilch in die Ecke und während er wütend mit seinem Auto davon fuhr murmelte er immer wieder "Verdammte Scheiße".
Die auf Weblogs sichtbaren Daten und Inhalte stammen von
Privatpersonen. Beepworld ist hierfür nicht verantwortlich.